Hilfe bei Computersachen in Jesuit- Schulen, Verwaltung und bei Jesuit Worldwide Learning
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Was sollte ich in Timor-Leste konkret tun?
Bei meinen bisherigen Projekten als Volontär in Shrirampur (im Bundesstaat Maharashtra in Zentralindien) und in Bendum (Philippinen auf der Insel Mindanao) hatte ich zunächst eine Hauptaufgabe bekommen, die meistens mit Computerräumen und IT Schulungen zu tun hatte, um die dann vor Ort noch einzelne Zusatzaktivitäten dazu gekommen sind. So war es auch für Kambodscha geplant. So was ähnliches wurde mir in der Zentrale in Nürnberg erzählt. Doch in Timor-Leste wurde mir, als ich Cesar, den Ansprechpartner vor Ort, nach der genaueren "Job Description" gefragt habe, gleich eine Liste von sehr konkreten Aufgaben an drei oder vier Orten übermittelt:
January
14, 2024
Airport pick up and straight to
Railaco
January
15
Orientation and briefing Railaco
January
16
Visit to parish and school
January
17-19
Setup parish computer network
January
20-21
Weekend break
January
22-26
Work in NOSSEP?
January
27-28
Weekend break
January
29-February 2
Visit and week at Gleno Jwl.org
February
3-4
Weekend break
February
5-9
Continue work at Gleno Jwl.org
February
10-11
Weekend break
February
12-18
Free week and assessment
February
19-23
Visit to Taibesi and Kasait
February
24-25
Weekend break
February
26-March 1
Kasai transfer/work at CSIL
March
2-3
Weekend break
March
4-8
Continue work in CSIL
March
9-10
Weekend break
March
11-15
Work with RJM sisters
March
16-17
Weekend break
March
18-22
Continue work with RJM
March
23-24
Weekend break
March
25-26
Debriefing
March 27
Departure (Aero Dili 9am)
Wow, so genau müsste es auch nicht sein, aber es ist eine sehr gute Grundlage für weitere Planungen
Angeblich sind technische und organisatorische Voraussetzungen für alle diese Aufgaben bereits erfüllt - dies ist nämlich eine der größeren Sorgen eines eher "technischen" Volontärs wie mich: gibt es bereits die benötigte Hardware, oder ist sie zumindest bestellt? Gibt es schon einen passenden Raum mit Strom und am besten auch noch mit Internet. In Dili is habe ich mir die Daten von speedtest.net schicken lassen, es waren so bis 10 MBit/sec was m.E. sehr guter Wert ist. Im ländlichen Raum wie zB in Railaco soll es deutlich weniger sein, aber ich denke, 1-2 MBit werden es vielleicht schon sein, was vermutlich reichen würde.
Zuerst soll ich von Flughafen Dili direkt in die Pfarrei Railaco gefahren werden,
um dort bei der Verwaltung zu helfen. Es soll ein Netzwerk von 4 Rechner entstehen, der gemeinsame Resourcen aus einem zentralen Server nutzen soll. Vielleicht reicht hierfür ein zusammen mit dem LAN ein Networkdrive auf dem zentralen Server um auf gemeinsame Excel- Files zuzugreifen? Der Weg nach Railaco soll es insbesondere jetzt in der Regenzeit selbst mit gutem 4-rad Jeep nicht so ganz einfach zu sein. Zumindest so hat mir Noel 2012 berichtet.
Eins der spannenden Orte wird sicher Kasait sein, wo Noel nach 2010 beim Bau von einer Highschool (Gymnasium) Colégio de Santo Inácio de Loiola (CSIL) und einer Weiterbildungsstätte für Lehrer geholfen hatte. Das Gymnasium wurde in Januar 2013 eröffnet.
Nur der Schulbus sah damals (ev bis heute?) etwas anders aus wie bei uns:
Das ganze Gelände schaute schon 2013 recht imposant aus
Die Entstehung der Schulen wurde vom eigenen Video-Produktions-Studio dokumentiert:
Um ganz ehrlich zu sein, weiß ich nicht wirklich, was mich da genau erwartet und ob ich auch die Aufgaben bewältigen kann. An der CSIL soll es u.A. um Schulverwaltungssoftware aus Australien gehen, die anscheinend samt Hardware bereits gekauft aber nicht wirklich zum Laufen gebracht wurde.
Etwas einfacher klingt für mich eine andere Aufgabe, wo es um die bereits existierende Website der Jesuiten aus Timor-Leste geht, die mit Wordpress (mit Elementor) erstellt wurde, aber die auch jemand aktualisieren und pflegen soll. Dafür soll ich Personal in der Zentrale schulen.
Zur guter Letzt: falls jemand zum Jahresende festgestellt hat, dass er noch Geld übrig hat und sich fragt, ob man das Projekt auch steuerbegünstigt unterstützen kann: ja das kann man auch Online auf der Website der Jesuitenweltweit machen. Dort kann man entweder einen passenden Spendenzweck für die größeren Projekte aus der Liste auswählen, oder man wählt die Position "Verwendung gemäß Nachricht im Textfeld" und unten beschreibt man den Zweck, zB mit meinem Projektcode: "X60021 Glania Osttimor. Man kann es aber auch traditionell per Überweisung an "Jesuitenweltweit" mit obigen Projektcode als Verwendungszweck machen. Die Bankverbindung ist folgende:
Liga Bank
IBAN: DE61 7509 0300 0005 1155 82
BIC: GENO DEF1 M05
Ich persönlich habe keinen Zugriff auf diese Spenden, Abrechnungen oder andere Informationen, wer was gespendet hätte.
Wie komme ich, ein Software Entwickler aus München dazu, als Volontär nach Timor Leste zu gehen? Na ja, dazu gibt es wie so oft eine längere Vorgeschichte.. Falls man es wirklich wissen möchte, hier ist sie. Auf meinem ersten Weg nach Santiago de Compostella 2005 - ich war in einer Gruppe, die dort unterwegs "Meditationen im Gehen" üben wollte - hatte einer der Mitpilger, Philipp, der gerade erst mit dem Studium fertig wurde, von seinem großen Wunsch erzählt, für eine begrenzte Zeit in einem Projekt im Ausland unentgeltliche Hilfe zu leisten. Ich habe damals schon recht lange bei der Bahnhofsmission in München mitgemacht, wo ich so ein bis zwei Mal im Monat - meistens war es eine Samstagnacht (von 19 Uhr bis Sonntag 7 Uhr) - Leuten in sozialen Notlagen geholfen habe und dachte, damit wäre meine "soziale Ader", die ich schon als Student der Informatik eher als Gegengewicht zum Umgang mit der Logik, Computer, Programmen usw. gebraucht hatte, aber das Gespräch ist mi...
Wie schon erwähnt, das Abendessen ist das einzige Treffen am Tage, wo die Gruppe versucht, zusammen zu sein. Am Tag starten die Jeeps und jeder macht seine Aufgaben. Nach dem Essen ergeben sich manchmal spannende Rückblicke des Tages, manchmal wird es theologisch/spirituell, zB als ich die Antwort von Putin auf die Frage von Tucker Carlson, wie kann sich Putin für einen Christen halten, wenn er einen Krieg führt? Putin sagte in etwa, er gehe zwar nicht jeden Tag in die Cerkev (oder wir die orthodoxen Kirchen da heißen) aber was diese Frage angeht, so ist die Antwort simpel. Jeder hat das Recht und sogar die Pflicht, seine Familie und sein Land zu verteidigen. Er hat es geschworen und macht es. Einer der Jesuiten darauf: es ist nicht nötig, sich zu verteidigen, weil Gott eh für Alles sorgen wird. Das meint und lebt er 100%. Ich: aber selbst bedeutendste christliche Philosophen, wie Thomas von Aquin, habe das Recht auf Selbstverteidigung bejaht. Er, nein, es ist nicht nötig. Ich: we...
Meine Arbeiten in Railaco sind im Wesentlichem getan. Heute habe ich noch eine kleine Schulung im Datenbank Backup & Recovery (also DB Export & Import) im Pfarrbüro gemacht. Anna hat fleißig geübt. Das Tool dazu war die MySQL Workbench, die ich mit dem MySQL Server (als Windowsservice) mit installiert habe. Diese Schulung werde ich auch in der Klinik wiederholen. Ich habe dort schon mit Nelia geübt, aber noch einmal schadet nicht. Ich habe datzu auch eine Doku mit Screenshots gemacht. Gestern bekam ich endlich die Gelegenheit, den ganzen Tag mit Thomas (Ingenieur aus Frankreich, der das letzte Jahr als Mathe-Lehrer am Lehrer-College "Instituto Sao Joao de Brito" ISJB arbeitete) in Kasait zu verbringen. Das war die letzte Gelegenheit, Thomas überhaupt zu treffen, weil er am Sonntag nach Vietnam fliegt, um in Anschluss an sein Volontär-Jahr mit seiner Freundin eine Radeltour durch Vietnam, Kambodscha und Thailand zu beginnen. Mein offizieller Einsatzbeginn dort ist ab 2...
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