Unsere 2 Volontäre hier in Railaco sind ein Teil einer Gruppe aus Paris, die sich für ein Jahr im Entwicklungsdienst verpflichtet haben. Die anderen 4 sind in Kasait als Lehrer und Krankenschwester tätig und kamen gestern zu Besuch. Wir hatten seit Freitag, also die letzten 3 Tage kaum Strom, also gab es mehr Zeit für Gespräche. Ich glaube, ich habe einige der jüngeren Mädel mit meinen Einsichten zum Einfluss der Sonnenzyklen auf die Kristallisation der Wolken, die fast 97% des Co2 aus Ozeanen un dem Einfluss auf Temperaturen und das Klima auf der Erde in den letzten Paar Tausend Jahren, die man aus den Eisbohrkernen ablesen kann etwas geschockt, aber sie blieben alle sehr nett und freundlich und offen für Diskussionen. Trotzdem wollen sie die Welt retten durch weniger Reisen usw. und vermischten auch noch dauern sog. "Klimaschutz" mit Umweltschutz.
Besonders viel habe ich mich mit Thomas unterhalten. Wir sprachen über Klima, Co2-Absorption durch die Ozeane und C4-Pflanzen, über die Freiheit als einzige "göttliche" Eigenschaft des Menschen und dass deren Sinn das Erlernen der Liebe ist, die nur in Freiheit möglich ist, die gleichzeitig den Weg zu Gott definiert, der im christlichen Verständnis reine Liebe ist. Später redeten wir über die islamische und afrikanische Einwanderung nach Europa und in Detail über Islam, Christentum und Hinduismus als Religionen, über Gandhi versus Dr. Ambedkar im Streit über die Rechte der Dalits und über einiges mehr. Das hat Spaß gemacht. Thomas hat vor dem Einsatz in Timor seinen Master als Maschinenbau-Ingenieur gemacht und arbeitet hier als Mathe-Lehrer an der Highschool in Kasait. In einem Monat endet sein Jahr hier und er geht mit seiner Freundin, die auch hier als Volontärin arbeitet, anschließend auf Fahrrad-Tour durch Vietnam und Kambodscha.
Aus verschiedenen Quellen habe ich gehört, dass diese Jesuitenschule von 2013 in Kasait inzwischen die beste im Lande sei. Thomas erzählte aber, dass das Mathe-Niveau trotzdem niedrig ist, weil im Lande die Meinung sehr verbreitet ist, dass Mathe fast immer Kopfschmerzen verursacht und man eigentlich generell sehr ungern selbständig denkt. Die Leute in Timor kommen aus einer oralen Tradition und können sich im Allgemeinen Dinge sehr schnell und gut merken, sodass Auswendig-Lernen sehr im Trend liegt, aber das Denken eher ungeliebt ist. Thomas meinte, das ganze Schulsystem ist sehr auf Theorie ausgelegt und man macht kaum Übungen. Er sagte, die Schüler waren schockiert, als er ihnen sagte, dass sie bei seinen Mathe-Prüfung alle Unterlagen usw mitbringen können, weil es nicht auf das auswendig lernen vor Formeln ankommt, sonder auf ihre Anwendung, also auf den Lösungsprozess. Na ja, er meinte, selbst im Lehrer-Kollege ist das Niveau schlecht, sodass die zukünftigen Lehrer vieles falsch wiedergeben und es nicht mal merken.
Thomas war für mich erstaunlich detailliert an dem OpenXava-Projekt interessiert, an der Datenmodellierung usw, wollte alles möglichst genau verstehen hat viele Fragen gestellt und kapierte es auch noch ziemlich schnell, wie es geht, obwohl er kein Java-Programmierer ist. Ich glaube nicht, dass ich es so schnell gekonnt hätte.
Was ich auch über Timor kürzlich gelernt habe ist, dass hier trotz der weit über 90% Katholiken hier auch - so ähnlich wie in Bendum - einige ältere Überzeugungen aus dem Animismus weit verbreitet sind. Eines davon besagt, dass die Selen der verstorbenen Vorfahren hier als Krokodile weiter leben (in Bedum lebten sie in den großen Bäumen). Deswegen werden die Krokodile an der Küste nicht in Schach gehalten, sodass niemand an der Küste schwimmen kann, deshalb auch kaum jemand überhaupt schwimmen kann und das öfters Fischer durch Krokodilattacken ums Leben kommen. Zum Glück teilen die Leute, die auf der Insel Atauro leben, diese Krokodilverehrung nicht, deshalb es dort auch keine Krokodile im Ocean gibt. Die Hinfhart ist recht kurz und kostet nur 5 USD, sodass unsere französischen Freunde schon öfters dort waren und wirklich begeistert sind.
Besonders viel habe ich mich mit Thomas unterhalten. Wir sprachen über Klima, Co2-Absorption durch die Ozeane und C4-Pflanzen, über die Freiheit als einzige "göttliche" Eigenschaft des Menschen und dass deren Sinn das Erlernen der Liebe ist, die nur in Freiheit möglich ist, die gleichzeitig den Weg zu Gott definiert, der im christlichen Verständnis reine Liebe ist. Später redeten wir über die islamische und afrikanische Einwanderung nach Europa und in Detail über Islam, Christentum und Hinduismus als Religionen, über Gandhi versus Dr. Ambedkar im Streit über die Rechte der Dalits und über einiges mehr. Das hat Spaß gemacht. Thomas hat vor dem Einsatz in Timor seinen Master als Maschinenbau-Ingenieur gemacht und arbeitet hier als Mathe-Lehrer an der Highschool in Kasait. In einem Monat endet sein Jahr hier und er geht mit seiner Freundin, die auch hier als Volontärin arbeitet, anschließend auf Fahrrad-Tour durch Vietnam und Kambodscha.
Aus verschiedenen Quellen habe ich gehört, dass diese Jesuitenschule von 2013 in Kasait inzwischen die beste im Lande sei. Thomas erzählte aber, dass das Mathe-Niveau trotzdem niedrig ist, weil im Lande die Meinung sehr verbreitet ist, dass Mathe fast immer Kopfschmerzen verursacht und man eigentlich generell sehr ungern selbständig denkt. Die Leute in Timor kommen aus einer oralen Tradition und können sich im Allgemeinen Dinge sehr schnell und gut merken, sodass Auswendig-Lernen sehr im Trend liegt, aber das Denken eher ungeliebt ist. Thomas meinte, das ganze Schulsystem ist sehr auf Theorie ausgelegt und man macht kaum Übungen. Er sagte, die Schüler waren schockiert, als er ihnen sagte, dass sie bei seinen Mathe-Prüfung alle Unterlagen usw mitbringen können, weil es nicht auf das auswendig lernen vor Formeln ankommt, sonder auf ihre Anwendung, also auf den Lösungsprozess. Na ja, er meinte, selbst im Lehrer-Kollege ist das Niveau schlecht, sodass die zukünftigen Lehrer vieles falsch wiedergeben und es nicht mal merken.
Thomas war für mich erstaunlich detailliert an dem OpenXava-Projekt interessiert, an der Datenmodellierung usw, wollte alles möglichst genau verstehen hat viele Fragen gestellt und kapierte es auch noch ziemlich schnell, wie es geht, obwohl er kein Java-Programmierer ist. Ich glaube nicht, dass ich es so schnell gekonnt hätte.
Was ich auch über Timor kürzlich gelernt habe ist, dass hier trotz der weit über 90% Katholiken hier auch - so ähnlich wie in Bendum - einige ältere Überzeugungen aus dem Animismus weit verbreitet sind. Eines davon besagt, dass die Selen der verstorbenen Vorfahren hier als Krokodile weiter leben (in Bedum lebten sie in den großen Bäumen). Deswegen werden die Krokodile an der Küste nicht in Schach gehalten, sodass niemand an der Küste schwimmen kann, deshalb auch kaum jemand überhaupt schwimmen kann und das öfters Fischer durch Krokodilattacken ums Leben kommen. Zum Glück teilen die Leute, die auf der Insel Atauro leben, diese Krokodilverehrung nicht, deshalb es dort auch keine Krokodile im Ocean gibt. Die Hinfhart ist recht kurz und kostet nur 5 USD, sodass unsere französischen Freunde schon öfters dort waren und wirklich begeistert sind.
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